Einleitung

Die Verschwörungstheorie behauptet, dass die Stadt Bielefeld nicht existiere, sondern sämtliche Hinweise auf ihre Existenz nur Teil und Werk der groß angelegten Bielefeldverschwörung seien. Die Existenz der Stadt Bielefeld werde der Bevölkerung vorgetäuscht, um an dieser Stelle etwas ganz anderes zu verbergen.

Die unbekannten Drahtzieher der Verschwörung werden meist nur geheimnisvoll als „SIE“ (immer in Versalien) bezeichnet. Hinter „IHNEN“ werden beispielsweise die CIA, der Mossad oder Außerirdische vermutet, die ihr Raumschiff als Universität getarnt haben. Eine Version vermutet an der Stelle der vorgetäuschten Stadt gar den Eingang nach Atlantis.

Sämtliche Fotos aus Bielefeld seien tatsächlich in anderen Städten aufgenommen und teilweise zu einem fiktiven Stadtbild montiert worden. Auch Fahrzeiten von Zügen, die zum Halt auf dem angeblichen Bielefelder Hauptbahnhof erstaunlich wenig Zeit benötigen, werden als Beleg angeführt. Autos mit der Ortskennzeichnung BI auf dem Nummernschild würden auch nur zu Tarnungszwecken auf die Reise durch Deutschland geschickt.

  1. Was ist die (westdeutsche) Großtafelbauweise?
    1. Ursprung
  • Erste Versuche in der Vorfertigung im Wohnungsbau zu Zeiten der Weimarer Republik: 
    • Ernst May: bis 1933 1.000 WE mit Platten in FFM (Meuser S. 53) aber eher Baukasten als Typenprojekt (S.54)
      • Probleme: Feuchtigkeit, nur zweigeschossig
    • Walter Gropius als Vertreter des Neuen Bauens und Verflechtung mit Industrialisierung, Ab 1923 Experimente mit industriell vorgefertigten Holzpaneelen und Typisierung der Architektur, Kupferhäuser (S.62)
    • Bau Kupferhäuser 
    • Splanemann-Siedlung in Berlin-Friedrichsfelde 1927 (Meuser S. 50) 
    • Krieg als Pause CHECKEN!!!
  • Entwicklung Ende der 50er Jahre Ergänzen (im Buch gibt es eine gute Zusammenfassung)
 
  1. System
  • Ein Vorreiter ist Raymond Camus, der ab 1937 bei Citroen als Ingenieur gearbeitet hat (Folgendes alles Meuser S. 77)
    • Erste Patente 1948 angemeldet; komplett industrialisiertes Bausystem auf Grundlage vorgefertigter Betonplatten.
    • 1951 erstes viergeschossiges Wohnhaus in FR
    • Erste Plattenfabrik 1954 in Montesson bei Paris (Bild!)
    • Um 1960 jährlich 20.000 Einheiten produziert
  • 1959-1966: Deutscher Architekt Werner Kallmorgen passt System Camus an deutsche Norman an und baut damit mehrere Siedlungen in Hamburg: Hohenhorst, Fabriciusstr., Großlohe-Süd, 5 Hochhäuser Lohbrügge-Nord
  • Erster Plattenbau in der BRD Typ Larsen Nielsen aus dem Frühjahr 1959 in Hamburg Horn
  • Internationale Konkurrenz aus Dänemark, Schwede, NL, Schweiz (neben DE und FR) → Verweis auf Plattenkatalog
  • In Westdeutschland gab es im gegensatz zur DDR bis zu 50 verschiedene miteinander konkurrierende Systeme
  • Systeme unterscheiden sich in geschlossenen und offenen Systemen, wobei es sich bei den meisten Systemen um geschlossene handelt. Unterschied: Bei geschlossenen Systemen kauft man praktisch das Gebäude. Offene Systeme ähneln eher einem Baukasten.
  • Systeme gibt es als Zeilen, Scheiben und Punkthäusern, Blockbebauung bis zu 24 Geschossen (Fact-checken)
  • Deutsche Systeme im Hintertreffen? Andere Länder haben früher angefangen, weiter entwickelt und auch mehr gebaut da früher angefangen?
  1. Konstruktion
  • Raumgröße Wand-Platten werden von raumgroßen Decken- Platten abgedeckt
  • Die rund 50 Systeme (200 Unternehmen), die in der BRD miteinander konkurrieren unterscheiden sich hauptsächlich in der Kraftableitung und den Fügepunkten 
  • Es gibt Quer-, Längswand- und Allwandtypen: (Seminar TU Berlin)
    • Tragende Querwände: Längsstehende Trennwände übernehmen die Windaussteifung. Nichttragende Fassade kann aus leichten Teilen bestehen. Analyse und Erkenntnis: Wenn Achsabstände über 5-7m vergrößert werde, dann wird die Grundrissfreiheit erweitert und die nichttragenden Innenwände können versetzt ausgebildet werden. Durch Verwendung mehrerer verschiedener Achsabstände  in einem Gebäude ist eine Differenzierung von Wohneinheiten möglich + Hinzuschaltbarkeit durch von Beginn an berücksichtigte Türdurchbrüche  
    • Tragende Längswände: Außen- und Innenlängswände haben tragende Funktionen, Außenwand zusätzlich wärmedämmende Funktionen, Außsteifende Querwände nötig und eher ungünstig, was die Gebäude in ihrer möglichen Höhe beschränkt.
    • Tragende Quer- und Längswände: Wie Kartenhaus, optimale Windsteifigkeit, “Ansonsten vereinen Sie alle Nachteile von Längs- und Querwandsystemen ohne deren Vorzüge zu besitzen.” Flexibilität und Umbauvariabilität am Geringsten.
  • Verschiedene 
  • Stehen oft auf Sockel aus Ortbeton
  • Manche Keller auch vorgefertigt
  • Durch den Bau in Großtafelbauweise minimalisiert sich die Arbeit für den Ausbau, so werden beispielsweise bereits Leerrohre in die Elemente gelegt, Sanitärkerne fertig mit Amaturen eingebaut -> Bilder von Schnitt und co. von System Hinteregger S. 109 in Fibel → Spart Zeit, Arbeitskraft und ermöglicht Winterbau?
  •  
  1. Herstellung: Feldfabrik oder Stationäre Fabrik
  • Feldfabrik: hoher Investitionsaufwand  und benötigt einen ähnlichen Ausbau wie eine stationäre Fabrik ->temporär also nur bei großen Projekten wirtschaftlich, es sind noch höhere Abnahmemengen als bei der stationären Fabrik nötig
  • Fa. Kesting hat hat direkt das System für die Feldfabriken verkauft
  • Stationäre Fabrik: 
    • weitgehend angewandt in der BRD
    • Elemente werden in freistehenden oder kippbaren Schalungsformen betoniert und bis zum Erreichen einer ausreichenden Festigkeit in der Form gelassen
    • Zur Investition in bewegte Fertigungsverfahren waren die Baugewerke in der BRD nicht bereit
  1. Phänomen als Siedlung
  • Städtebauliche Ideen stammen teilweise aus den 20er Jahren
  • Stichwort Trabantenstadt
  • Bsp. Hamburg Billstedt vgl. mit Siedlung aus Feldforschung?
  • Wenn in der Siedlung ein Plattenbau steht, dann ist der nächste nicht weit, da der Bau in Grotafelbauweise erst ab einer bestimmten Abnahmemenge rentabel war (oft ab 100 WE) und auch nur dann, wenn sich die Baustelle in einem Radius von 50-100 km befindet (Durch gutes Verkehrsnetz im Ruhrgebiet auch manchmal mehr): hängt aber auch vom System ab
  • In den Siedlungen findet man auch meist mehrere Haustypen, nicht immer vom gleichen System 
  • Stadtteilneugründung: Erlaubt Bauen größerer Strukturen und Siedlungen
  • Oft in Großstadtnähe wegen Stadt-Land-Flucht (Nach dem 2.WK haben viele in den Städten nach Arbeit gesucht)
  • Städtebauliche Phasen am Bsp. Neuperlach?
    • 1963 wird das erste Leitbild für die Entlastungsstadt Neu-Perlach in München mit 5 Bauabschnitten entwickelt. 
    • unter anderem NP Nord, Ost, und Süd
    • Der Bereich Nord wurde nach  einem streng orthogonalen Raster geplant, umgeben von einem Grüngürtel. Die gebäudehöhen variieren von 6-9 geschossen und es wurde als autogerechte Stadt geplant. 
    • in der 2. Hälfte der 1960er Jahre kommt bereits erste Kritik an den “im Geiste der Moderne” entstandenen Siedlungsstrukturen auf. 
    • So wurde der Bauabschnitt Ost nach dem Diktum Urbanität durch Dichte 1969  nochmal komplett neu geplant. 
    • Anstatt eines orthogonalen Rasters entstehen raumbildende, teils geknickte Strukturen, die den Raum besser fassen sollen, 
    • die gebäudehöhen liegen zwischen 6 und 13 geschossen
    • Dadurch sollen die bereits  satt gesehenen monotonen Straßenräume der Wohnsiedlungen vermieden werden.
    • 1972 entstand der Entwurf für Neuperlach Süd, wo bereits zur bewährten Blockrandbebauung zurückgekehrt wurde. Durch Finanzierungsprobleme wurde diese jedoch erst 1980 umgesetzt.
    • Dennoch wird mit dem Entwurf die städtebauliche Entwicklung der 80er Jahre vorweggenommen.
 
  1. Umkreis von Betonwerk
  • Damit sich der Bau von Siedlungen in Großtafelbauweise lohnt gibt es nicht nur eine Mindestabnahmemenge von Wohneinheiten sondern auch einen Radius: Irgendwann werden die Transport kosten zu hoch und die Investition in Betonwerke lohnt sich nicht (Ausschnitt aus Karte um Betonwerk herum?)

  1. Was hat zur Rationalisierung im Wohnungsbau geführt?
  • Komplexes Wirkungsgefüge aus unterschiedlichen Faktoren:
  • politische Förderung
  • stetig neue Anforderungen an den Wohnungsmarkt
  1. Politik
  • ? Eigentlich immer im Zusammenhang mit anderen Themen ?
  1. sozialer Wohnungsbau?
  2. Politik und Wohnungsdefizit (Graphen einblenden)
  • Kriegszerstörung und Urbanisierungswellen
  • Der Zensus in den drei Westzonen 1946 wies die Zahl von 13,7 Millionen Haushalten und 8,2 Millionen Wohnungseinheiten nach. Mit anderen Worten: Es fehlten kriegs- und migrationsbedingt etwa 5,5 Millionen Wohnungen – eine gewaltige Zahl. Zur Auflösung der Fußnote
  • 1. Wohnungsbaugesetz: Bund finanzierte innerhalb eines Jahrzehnts den Bau von insgesamt 3,3 Millionen Wohnungen. Zusätzliche 2,7 Millionen Wohnungen wurden durch private Investoren gebaut. Zur Auflösung der Fußnote[4] Die große Wohnungsnot der frühen 1950er Jahre war damit zunächst gebannt.(Wohnungsdefizit 1956 nur  noch 18%)
  • weiterhin konstant hohe Nachfrage durch steigenden Wohlstand ab 1960er, Lebensstandard, steigende Bevölkerung (z.B. Baby-Boomer-Generation, Gastarbeiter*innen) aber immer noch Bevölkerungsschichten, die in Notunterkünften leben 
  • Daraus folgt das 2. Wohnungsbaugesetz in der unter anderem Wohneigentum gefördert wurde: Wohneigentumsförderung:
    Förderung der mittleren Schichten, die sich mit staatlicher Unterstützung ein Eigenheim bauen beziehungsweise kaufen sollten —> Umzugsketten erhofft: Mittelschicht zieht aus Sozialwohnungen aus. Nachzug schlechter gestellter Mieter*innen. (Effekt war kaum messbar)

—> Diese Politik im sozialen Wohnungsbau mit seiner auf bestimmte Zielgruppen fokussierten Konzeption auch die innerstädtische Segregation und schuf neue “soziale Brennpunkte” 

  • 1960-1969: 9,4% Bevölkerungswachstum: Mit der spürbaren Entlastung am Wohnungsmarkt und dem gleichzeitigen allgemeinen ökonomischen Aufschwung ging allerdings ein stetiges Bevölkerungswachstum einher.
  • Schwarze und weiße Kreise
  • Auszug: In Hamburg mussten 10.000 Wohnungen jährlich gebaut werden → Checken wann und in welchem Kontext
  • Diagramm:
  • Die Grüne Linie zeigt die Anzahl der  fertiggestellten Wohnungen in der BRD (gestrichelt ohne West-Berlin), die nach dem
  • 2. WK ansteigt und seit Mitte der 50er konstant bei über 550k Wohnungen/Jahr liegt. 
  • Daneben sieht man die Entwicklung der Bevölkerung in der BRD
  • Erkenntnis: Obwohl Bevölkerung steigt, kommt bauwirtschaft nicht hinterher und die Zahl der fertiggestellten Wohnungen stagniert
  • Anfang der 70er steigt die Zahl der Gebäude mit 3 oder mehr WE nochmal an, während die Anzahl der EFH weitgehend gleich geblieben ist  
  1. Leistungsfähigkeit der Bauwirtschaft
  • Nach dem zweiten Weltkrieg fehlen Arbeitskräfte und die Grenzen der Bauwirtschaft sind schnell erreicht – Damals schon Idee, dass Vorfertigung Entlastung bringen kann
  • Baumaterialien waren knapp 
  • Mit Währungsreform und Marshallplan nahm die Bauwirtschaft an Schwung auf
  • Bis zu dem Punkt wurde alles industrialisiert bis auf Land- und Bauwirtschaft
  • Andere Industriezweige konnten aufgrund der Industrialisierung mehr zahlen und bessere arbeitsbedingungen bieten → waren daher attraktiver
  • Plattenwerke warben mit Arbeit im Trockenen statt auf Baustelle
  • Bauboom in den 50ern – Wirtschaftswunder
  • 60er durch gestiegene Lebensstandards immer noch Wohnungsdefizit und höhere Nachfrage als Bauwirtschaft bedienen kann: Plattenbau eine Lösung 
  • In der ersten Hälfte der 60er Jahre hat sich der Anteil, der in Fertigbau errichteten WE jedes Jahr nahezu verdoppelt und lag 1964 bei 4,4% des gesamten Bauvolumens. (Quelle nennen!)
  • ab Mitte der 60er Jahre gibt es wirtschaftliche Rezessionen, Investitionsstop, es wurde mehr produziert als verkauft,  als Antwort aus der Politik wird das Stabilisierungsgesetz verabschiedet welches für fortgehende Investitionen in der Bauwirtschaft sorgt
  • Rezessionen in der Baubranche immer 2 Jahre später zu merken → Erklärt den Verlauf des Graphen (Quellen und Facts)
  • Fertigbauunternehmen: 1961: 14 → 1962: 30 → 1963: 500 (Quelle) → war gutes Buch!
  1. Baukosten —> Diagramm einfügen
  • die Baukosten sind seit ende der 1950er Jahre explodiert
  • Baukosten von einer Sozialwohnung von 24.000 auf ca. 57.000 verdoppelt (Zeitraum und Quelle)
  • öffentliche Mittel sind ein wesentlicher Bestandteil der Finanzierung des Wohnungsbau
  • Kostensteigerung der Bodenpreise und Baustoffkosten, aber auch starker Aufschwung des BIPs
  • 1973 Ölpreiskrise, wodurch schon fast das Ende der Großtafelbauweise eingeläutet wird
  1. Technologie und Forschung (Ende 60er/ Anfang 70er)
  • vllt. Extra Kapitel am Ende “Ende des Plattenbaus” zusammen mit Ölkrise oder als kleines Fazit
  • Markiert das Ende des Plattenbaus
  • Triebel Bauforschung! Genauer anschauen!: Versuchs- und Vergleichsbauten schon vorher aber dann vielleicht noch zu wenig: Strukturen und Forschungen benennen!
  • Es wurde in den 1950/60er Jahren zu oft  hauptsächlich das Augenmerk auf die massenhafte, serielle Fertigung von Wohnsiedlungen gelegt, ohne auf die Qualität und die Bedürfnisse der Bürger*innen zu achten.
  •  Würde man einseitig die Rationalisierung und Industrialisierung fördern, bestehe die Gefahr, dass sich die gegenwärtigen  Bau- und Wohnformen zementieren.
  • “Bauforschung, Rationalisierung und Industrialisierung des Bauwesens” gegründet (Neue Heimat, Ausgabe 6/1969, S. 1-4)
  • Schweizer Systematik in der Bauforschung: 
  1. Wohnverhalten, Bedarf, Marktanalyse, zukunftsforschung
  2. Bautechnik – Wirtschaftlich, gestalterisch, Baustoffe, Bauelemente, Bauverfahren, Organisation der Baustelle
  3. Bau- und Planungsmethoden
  • Folgende Hemmnisse wurden ausgearbeitet:
  1. Koordination der am Baugeschehen beteiligten
  2. kontinuität der Bauaufträge aus öffentlicher Hand 
  3. Bausausführende nehmen mögliche Kooperationen nicht wahr (?)
  4. Rechtliche Hindernisse: Bauaufsichtsrecht, Vergaberichtlinien, Gebührenordnung Architekten
  • Drastische Erhöung der Forschungsmittel zusammen mit Minister Dr. Lauritzen von 850.000 DM auf 5 Mio DM
  • Triebel Bauforschung:
  • Schon Kosteneinsparung durch Reorgansinsation der Gewerke bzw. Optimierung der Arbeitsschritte machte oft die Investitionen die beim Bau eines Betonwerks getätigt werden müssen obsolet
  • Internationale Zusammenarbeit
  • Erschließung der Bau- und Wohngebiete
  • Forschung Kalorienverbrauch

  1. Versuchs- und Vergleichsbauten und Demonstrativmaßnahmen
  • Zur Förderung der technologischen Entwicklung ergaben sich Wettbewerbe, die als Demonstrativmaßnahmen umgesetzt wurden 
  1. Flexible Wohngrundrisse 1971 
    1. Anlass: 
  • Wohnbedürfnisse und -verhaltensweisen sind zu unterschiedlich, als das es den optimalen Grundriss geben würde
  • Aktuelle Wohngrundrisse sind zu starr und nicht anpassungsfähig um sich an veränderte Bedürfnisse anzupassen
  • Bedürfnisse sind zum Zeitpunkt der Planung nicht klar und verändern sich über die Zeit
  1. Anforderungen:
  • Ausführung des Projekts musste 1972 starten könne
  • Das Projektteam muss aus Architekt:Innen, Bauträger:Innen und Unternehmer:Innen bestehen
  • Das Projekt muss im öffentlich geförderten Wohnungsbau Finanzierbar sein
  1. Ziel:  Entwicklung einer flexibleren Fertigteilbauweise angepasst an die sich wandelnden Wohnbedürfnisse
  2. Dokumentation: 48 Arbeiten wurden eingereicht, 6 Arbeiten wurden prämiert und realisiert
  • Elementa, 1972
      1. Anlass:
        1. Baukosten steigen unverhältnismäßig mehr als Lebenshaltungskosten, u.a. weil Ansprüche an Wohnung und Umgebung steigen
        2. Preissteigerung wird auch in fehlender Rationalisierung im vergleich zur Automobilindustrie gesehen
        3. Automobilindustrie Angebotsorientiert, Bauindustrie dagegen Nachfrage Orientiert
        4. Erfahrungen aus Demonstrativbauvorhaben zeigen, dass durch Rationalisierung Einsparungen von 10% bis 15% möglich sind, WB soll dies fördern
      2. Anforderungen:
        1. Das Projektteam muss aus Architekt:Innen, Bauträger:Innen und Unternehmer:Innen bestehen
        2. Vorlage eines System-Kataloges für ein baureifes Elementiertes Wohnungsbausystem
        3. Baubeginn musste im Frühjahr 1973 möglich sein
        4. Baukosten mussten genannt werden
        5. Das Projekt muss im öffentlich geförderten Wohnungsbau Finanzierbar sein
      3. Ziel: Weiterentwicklung der Fertigteil Systeme bezüglich der Monotonie in Grundriss- und Fassadengestaltung
      4. Dokumentation:
        1. 60 Arbeiten wurden zugelassen, davon 24 Arbeiten in Tafelbauweise (teilweise als Mischsystem)
        2. Es wurden keine neuen Bausysteme oder Fertigungsverfahren vorgestellt
        3. Bekannte Systeme wurden modifiziert und weiterentwickelt
        4. Wettbewerb hat entwicklung gefördert und angeregt, jedoch sticht kein system heraus, überall ist potential zur Optimierung
        5. 7 Arbeiten wurden prämiert
  • BEISPIEL ELEMENTA EINFÜGEN
  • Integra 1973
    1. Dort ging es um Bausysteme in Fertigteilbauweise in Kerngebieten
    2. Anlass: 
      1. die Fehlentwicklung der Innenstadtgebiete durch Funktionsentmischung
      2. die Fehlentwicklung der Bauwirtschaft durch Mangel an marktwirksamer Rationalisierung
    3. Gegenstand: die Entwicklung und Anwendung von »Bausystemen für Aufgaben in Kerngebieten«, d.h. die beispielgebende Demonstration von systematisierten Bautechniken unter dem Gesichtspunkt ihrer Eignung für multifunktionale und funktionsvariable Gebäudestrukturen
    4. Ziel: einen praktischen Beitrag zur Stadterneuerung und Baupreisstabilisierung zu leisten durch realisierbare technisch-konstruktive und organisatorische Modell
    5. Auswertung: im Rahmen von Forschungsaufträgen des Bundesministers für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau mit dem Ziel der Erarbeitung von Orientierungshilfen für die Bauwirtschaft und von Entscheidungshilfen für die Stadtentwicklungsplanung und durch vergleichende Kostenuntersuchungen zur Einleitung von INTEGRA-Bauvorhaben

  1. Welche Probleme gab es damals? (Generell oder anhand Feldforschung)
    1. städtebaulich
  • Infrastruktur
  • “Schlafstadt” → keine Nutzungsmischung (Trennen von Wohnen, Arbeiten, Freizeit) Tagsüber tote Stadt
  • Aufenthaltsqualität Außenraum
  1. technisch → Zitate!
  • Barrierefreiheit
  • Wärmeschutz
  • Unflexibel
  1. wahrnehmung → Zitate
  • “Schandfleck”
  • “graue Hölle”
  • “Kaserne”
  • “Strafkolonie für den gehobenen Mittelstand”